Renndrohnen

Hyperion – Vengeance 280 Test

Eigenschaften
Marke
Modell

Vengeance 280

Breite

255mm

Länge

216mm

Gewicht

435g (ohne Akku)

Motoren

Hyperion 2204 / 2300kV Brushless

Propellergröße

6x4" (rechts- und linksdrehend)

Kamera

600TVL 1/3" CMOS

ESC

4x Hyperion Custom Compact BL-Heli 20A

Jahr

2016

Preis

230 - 290 Euro

Bei der Hyperion Vengeance 280 handelt es sich um einen leichten Racer, der Einsteiger auch als fortgeschrittene Piloten ansprechen soll. Was diesen Kopter besonders für Einsteiger interessant macht ist, dass dieser bereits vollständig montiert geliefert wird. Empfänger installieren, LiPo anstecken und befestigen ein paar Einstellungen am PC, Propeller montieren und schon ist der Flitzer einsatzbereit.

Anfänger und Einsteiger dürfen sich über ein On-Screen Display und helle LEDs freuen. Das integrierte OSD ermöglicht eine einfache Feinabstimmung ohne PC. Auch das Ein-Achs-Gimbal ermöglicht es den Neigungswinkel der Kamera während des Fluges anzupassen. Die Motoren sind im 8° Grad Winkel montiert und sollen dadurch für mehr Speed sorgen.

Was wird benötigt?

In der Verpackung befinden sich neben dem Kopter passende 6″ Props, eine zirkular polarisierte Antenne für den Videosender, ein Klettband für den Akku und ein selbstklebendes Klettband zur Befestigung des Empfängers.

Um durchzustarten brauch man einen 3s oder 4s LiPo mit einer Kapazität zwischen 1.400 und 1.800 mAh, ein Ladegerät und eine Fernsteuerung mit mindestens sechs Kanälen. Der Kopter ist kompatibel mit PWM, PPM, S-Bus, Horizon Spektrum Satelliten oder Hyperion kompatiblen Empfängern. Das Gimbal lässt sich leider nicht mehr ganz so zeitgemäß nur mit PWM-Empfängern ansteuern.

Will man den Racer nicht nur auf Sicht fliegen, benötigt man noch zusätzliches FPV-Zubehör wie einen 5,8GHz Video-Empfänger, FPV-Brille oder Monitor. Viele Anfänger empfinden es einfacher mit dem Monitor zu beginnen. Wer Geld sparen möchte legt sich lieber gleich eine FPV-Brille zu und übt ein bisschen mehr.

Rahmen, Motor und Controller

Die Hyperion – Vengeance 280 Drohne besteht aus Kohlefaser mit orangenen Applikationen. Doch macht das allein noch keine gute Renndrohne aus, Gewicht, Leistung, Flugverhalten und Qualität des Bildes sind hier schon wichtiger als das Aussehen alleine. 435g bringt unser Freund von Hyperion ohne Akku auf die Waage und ist somit nicht unbedingt der leichteste in seiner Klasse. Die verbauten 2204er Brushless-Motoren mit 2.300Kv welche von 20A Hyperion-Controllern versorgt werden sorgen dafür, dass die Hyperion Vengeance 280 Renndrohne auch genug Luft um die Ohren bekommt.

Auf den Controllern läuft die bekannte BLHeli-Firmware, was bei vielen fertigen Koptern leider immer noch nicht selbstverständlih ist. In Verbindung mit dem gute NAZE Spec 32 Bit Flight Controller steht den guten Flugeigenschaften nichts im Wege. Drei verschiedene Flugmodi (Normal, Altitude Hold und Acro Mode) sind voreingestellt. Dank eines barometrischen Sensors lässt sich am PC auch ein automatisches Höhehalten voreinstellen. Weitere Features wie Orientierungs-LEDs und Akkualarm helfen dem Piloten.

Video, Kamera

Die Reichweite des Videosenders ist bei 25mW als gut zu bewerten. Der Sender verfügt über eine 25mW Einstellung wodurch sich dieser problemlos in Deutschland nutzen lässt ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Für mehr Reichweite bietet sich eine gerichtete Antenne am Empfänger oder die Verwendung eines Diversity-Systems an.
Die Kanaltrennung des Sender ist leider nicht gerade berauschend, wodurch angrenzende Kanäle anderer Piloten gestört werden könnten. Der Sender bietet 32 verschiedene Kanäle, solange man nicht mit zu vielen anderen Piloten unterwegs ist sollte dies also ein kleineres übel darstellen.
Beim Videosender wurde eine rechtsdrehend zirkulär polarisierte Antenne (RHCP) beigelegt.
Das Gimbal hat zwei über einen Taster wählbare Modi. 1. horizontale Ausrichtung. 2. fixiert zum Rahmen. Bei der Kamera handelt es sich um eine 600TVL 1/3″ CMOS-High-Quality-FPV. Unter bestimmten Lichtverhältnissen schwächelt die CMOS-Kamera. Eine CCD-Kamera wäre hier die bessere Wahl.

Crashtauglich?

Besonders für Einsteiger ist es wichtig, dass die Renndrohne einiges aushält. Die Vengeance 280 macht durch die verbauten Materialien wie Kohlefaser und Aluminium einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Konstruktion scheint im großen und ganzen durchdacht und sollte den ein oder anderen Crash gut verzeihen.
Die voreren Arme der Hyperion Vengeance 280 sind mit zwei Aluminiumadaptern befestigt, da hier im Falle eines Crashes die größten Kräfte wirken. Die Stützfüße sind aus Polycarbonat und FR4 gefertigt und scheinen sich bei einem Crash lediglich ein wenig zu verdrehen. Zum Glück lassen sich aber so ziemlich alle Teile der Hyperion Vengeance 280 Drohne oder alternativen problemlos Online bestellen.

Der Start

Der Kopter bietet leider nur eine Bedienungsanleitung in Englisch, Chinesisch und Japanisch. Die Bedienungsanleitung auf Deutsch gibt es hier. Wichtig ist desweiteren, dass man den Videosender nie ohne angeschlossene Antenne betreiben darf, da dieser sonst Schaden nehmen kann. Dieser Hinweis sollte nicht außer acht gelassen werden.
Da es sich bei der Hyperion Vengeance 280 Renndrohne um einen komplett montierten Kopter handelt, können getrost einige Seiten der Anleitung übersprungen werden. Die „Bastelei“ beginnt mit dem Anschluss des Receivers und dem einstellen der Firmware. Nachdem der S-Bus-Empfänger nach einiger Fummelei an den dafür vorgesehenen Stecker angeschlossen wurde, ging es mit der Installation des Cleanflight Programms weiter.

Testflug

Getestet wurde die Hyperion Vengeance 280 Drohne mit den Standard Einstellungen und einem 3s-LiPo mit 1.300mAh. Laut Bedienungsanleitung kann mit einem 3s-LiPo und den mitgelieferten 6×4-Propellern geflogen werden. Hyperion empfiehlt den Einsatz eines 3s-Lipo und je nach Einsatz Props mit den Größen 5 x 3, 5 x 4 oder 6 x 3 Zoll zu nutzen. Möchte man einen 4s-LiPo nutzen so sind Props mit einer Größe von 5 x 3 zu verwenden. Leider gab es in der Bedienungsanleitung keine weiteren Informationen zu den beigelegten Props bis auf die Info, dass es sich um 6 x 4 Props handelt. Wenn man einen S-Bus-Empfänger nutzt, lässt sich der Gimal leider nicht über die Fernsteuerung im Winkel verstellen. Der robuste Eindruck bestätigte sich jedoch gaben die Props schneller als gedacht den Geist auf und brachen recht zügig.
Der Test an 4s erfolte mit einem 1.300mAh – 60C starken Akku Als Propeller wurden DAL5 x 4,5 Bullnose-Props montiert. Durch dieses kleine Feintuning erhielt der Hyperion Vengeance 280 einen kleinen Boost uns es kommt beim Fliegen viel mehr Freude auf. Der Kopter wird agiler und flotter.

Der Kopter ist ab Werk gut voreingestellt und ist mit dem 3s-Setup gut beherrschbar. Hyperion hat hier durchaus gute Arbeit geleistet und was nettes gezaubert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt und Einsteigern wird ein leichter Start ermöglicht,

Downloads

Bedienungsanleitung

Bilder und Videos